Digitalisierung in der TK-Produktion ganzheitlich denken

Wie durchgängige Prozesse entlang der Wertschöpfung Stabilität, Effizienz und Wachstum ermöglichen

Digitalisierung in der TK-Produktion ist mehr als einzelne Systeme oder Automatisierungslösungen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Einkauf, Produktion, Lager, Verkauf und Steuerung. Wer Zusammenhänge versteht und Prozesse aufeinander abstimmt, schafft Transparenz, reduziert Reibungsverluste und legt die Grundlage für planbares Wachstum – auch unter steigender Komplexität.

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Einkauf & Rohstoffsteuerung

Wenn Materialverfügbarkeit und Preise die Planung ausbremsen

Einkauf entscheidet heute nicht nur über Kosten, sondern über Lieferfähigkeit, Liquidität und Marge. In vielen KMU fehlt jedoch die Transparenz: Preise ändern sich kurzfristig, Lieferanten fallen aus und Verpackungsthemen werden erst sichtbar, wenn es bereits teuer wird.

Typische Herausforderungen in der Praxis:

  • Materialien oder Verpackungen sind zwar bestellt, kommen aber zu spät, in falscher Qualität oder nicht in der benötigten Menge – die Folgen zeigen sich erst in Produktion, Lager oder Auslieferung.
  • Entscheidungen im Einkauf werden unter Zeitdruck getroffen, ohne zu wissen, wie sie sich auf Bestand, Liquidität oder Marge auswirken.
  • Verpackungen, Etiketten oder Barcodes funktionieren im Alltag nicht wie geplant und verursachen Ausschuss, Nacharbeit oder Verzögerungen in automatisierten Prozessen.
  • Preisänderungen bei Rohstoffen oder Lieferanten werden erst bemerkt, wenn sie bereits in Angeboten, Aufträgen oder Deckungsbeiträgen spürbar sind.

Wir zeigen, wie Einkauf und Rohstoffsteuerung beherrschbar wird – mit überschaubaren Maßnahmen, klaren Entscheidungen und Strukturen, die im Tagesgeschäft funktionieren. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Planbarkeit, Stabilität und Kostenkontrolle.

Weiterführende Inhalte:

Verpackung und Automatisierung

Produktion & Planung

Wenn steigende Nachfrage Ihre Produktion ins Wanken bringt

Wachsende Nachfrage stellt bestehende Produktionsstrukturen schnell auf die Probe. Produktionsplanung & Kapazitätsmanagement, die bei stabilen Mengen funktionieren, geraten unter Druck, sobald Volumen, Varianten oder Taktungen zunehmen. Umplanungen werden häufiger, Termine enger und Entscheidungen müssen kurzfristig getroffen werden.

Viele Kosten der Produktion bleiben dabei lange verborgen. Rüstzeiten, Ausschuss, Nacharbeit oder ineffiziente Abläufe summieren sich schleichend und wirken sich erst verzögert auf Ergebnis und Lieferfähigkeit aus. Parallel entsteht Unsicherheit bei der Frage, wie Produktionsplanung sinnvoll unterstützt werden kann – durch Eigenentwicklungen, zugekaufte Lösungen oder Anpassungen bestehender Systeme.

Auch die Personalplanung wird komplexer. Mitarbeitende sind in einzelnen Bereichen überlastet, während andernorts Kapazitäten ungenutzt bleiben. Ohne abgestimmte Planung verstärken sich diese Effekte gegenseitig und führen zu steigenden Kosten, sinkender Planbarkeit und zunehmender operativer Unruhe in der Produktion.

Lager, Bestände & Haltbarkeit

Hohe Bestände vermitteln Sicherheit, führen im Alltag jedoch häufig zu gegenteiligen Effekten. Ware ist vorhanden, aber nicht verfügbar, nicht auffindbar oder nicht mehr verwertbar. Fehlende Transparenz in der Warenwirtschaft macht Unter- und Überbestände erst sichtbar, wenn sie bereits Kosten verursachen.

Mit wachsendem Lagerumfang steigen die Anforderungen an Prozesse und Technik. Automatisierung kann entlasten, setzt jedoch saubere Wareneingänge, eindeutige Kennzeichnung und passende Hardware voraus.
Einige Möglichkeiten haben wir im Artikel Automatisierung im Tiefkühllager diskutiert. Ohne diese Grundlagen erhöhen neue Lösungen oft nur die Komplexität.

Auch Auslieferung und Logistik hängen direkt von der Lagerorganisation ab. Kommissionierung, Bereitstellung und Versand konkurrieren um Fläche, Zeit und Personal. Unterschiedliche Vertriebswege verstärken diese Zielkonflikte zusätzlich.

Typische Rahmenbedingungen kleiner und wachsender Hersteller – begrenzte oder verteilte Lagerflächen – machen eine klare Struktur und gezielte Optimierung notwendig. Laufwege, Anordnung der Artikel und abgestimmte Prozesse entscheiden darüber, ob Bestände Sicherheit schaffen oder Kapital und Leistung binden. Wichtig ist ein gutes Lager & Bestandsmangement.

Verkauf, Aufträge & Logistik

Verkauf und Auftragsabwicklung profitieren besonders von klaren, durchgängigen Prozessen. Der Bestellprozess ist dabei elementarer Bestandteil. Onlinehandel, B2B-Vertrieb und klassische Kanäle lassen sich gut miteinander verbinden, wenn Bestellungen zentral zusammenlaufen und der Bestellprozess digitalisiert ist kann transparent gesteuert werden. So kann eine Multichannel-Strategie funktionieren und entsteht Übersicht über Aufträge, Zusagen und Lieferfähigkeit – unabhängig vom Vertriebskanal.

Eine saubere Verzahnung von Shopsystemen und ERP schafft die Grundlage für verlässliche Bestellprozesse. Lieferbedingungen, Konditionen und Qualitätsanforderungen lassen sich konsistent abbilden, auch bei Großabnehmern mit individuellen Vereinbarungen. Das reduziert Abstimmung, erhöht Verlässlichkeit und entlastet den Vertrieb im Tagesgeschäft.

Zusätzlichen Mehrwert schafft der gezielte Einsatz von CRM. Lieferdaten, Bestellhistorien und Kundeninformationen unterstützen eine aktive Kundenbeziehung – von planbaren Mailings bis hin zu persönlichen Kontakten. Auf dieser Basis werden Vertrieb, Service und Auslieferung nicht nur effizienter, sondern auch langfristig stabiler und skalierbar.

Wachstum: Von der Manufaktur zum Mittelstand

Mit wachsendem Umsatz verändern sich Anforderungen, Abläufe und Entscheidungen.
Was in kleinen Unternehmen noch über Erfahrung und Überblick funktioniert, stößt in wachsenden Unternehmen schnell an Grenzen. Wachstum erfordert neue Strukturen – in der Produktion ebenso wie in der Steuerung des Unternehmens.

Ein Manager steht an einem Scheideweg, link der weg mit chaotischer Datenhaltung, Rechts mit strukturiertem Vorgehen. Rechts führt der weg in blühende Landschaften links ist die Landschaft wüst und karg.

Prozesse, Qualität & Transparenz im Tagesgeschäft

Wachstum zeigt sich zuerst im operativen Alltag: mehr Aufträge, höhere Mengen, mehr Varianten. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Verlässlichkeit.

Damit das Tagesgeschäft beherrschbar bleibt, braucht es transparente Prozesse und Systeme, die im Alltag funktionieren und mitwachsen:

Ziel ist es, Abläufe stabil zu halten, Ursachen schneller zu erkennen und Qualität auch bei steigender Komplexität zuverlässig abzusichern.

Steuerung, Kennzahlen & wirtschaftliche Kontrolle

Parallel zur operativen Komplexität steigt der Bedarf an belastbaren Zahlen. Entscheidungen lassen sich nicht mehr allein aus Erfahrung treffen – sie müssen auf Daten basieren.

Im Fokus stehen Themen, die Wachstum wirtschaftlich steuerbar machen:

So wird aus Wachstum kein Blindflug, sondern ein kontrollierbarer Schritt vom handwerklich geprägten Unternehmen hin zu einem wirtschaftlich steuerbaren Betrieb.

Einzeloptimierungen als Lösung

In der Praxis erleben wir oft, wie diese Themen miteinander verwoben sind. Bessere Lieferfähigkeit setzt Beispielsweise Transparenz im Lager, aber auch bei Produktionsplanung voraus.

Daher lohnt sich oft eine Betrachtung mehrere Bereiche denn

  • Fehlende Transparent treibt oft die Kosten
  • Schlechte Planung erhöht Bestände
  • Wachstum ohne Struktur gefährdet Qualität

Nachhaltige Verbesserungen entstehen Erfahrungsgemäß selten durch Einzelmaßnahmen, sondern durch abgestimmte organisatorische und technische Lösungen.

Wertschöpfung ganzheitlich verstehen und gezielt steuern

Wenn Sie Fragen zu einem der Themen haben, konkrete Herausforderungen angehen möchten oder einfach eine fachliche Einschätzung suchen, sprechen Sie uns gerne an. Ob kurzes Gespräch oder geplanter Termin – wir nehmen uns Zeit und tauschen uns gern mit Ihnen aus.

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