Automatisierung endet nicht bei Maschinen und Software – sie beginnt bei der Verpackung. Ob Barcode, RFID oder MHD-Druck: Verpackungsdesign, Materialqualität und Kennzeichnung bestimmen, wie stabil, wirtschaftlich und skalierbar automatisierte Prozesse wirklich sind. Wer hier früh die richtigen Entscheidungen trifft, vermeidet teure Nachbesserungen und Produktionsstillstände.
Die Verpackung beeinflusst direkt, wie zuverlässig automatisierte Systeme greifen, transportieren, scannen und prüfen können. Material, Formstabilität und Maßhaltigkeit entscheiden darüber, ob Fördertechnik, Robotik und Kennzeichnungssysteme störungsfrei arbeiten oder ob es zu Stillständen und manuellen Eingriffen kommt.
Kennzeichnungen wie Barcode, QR-Code oder RFID sind die Grundlage für Rückverfolgbarkeit und Prozesssteuerung. In automatisierten Prozessen müssen sie eindeutig positioniert, gut lesbar und auf das Verpackungsmaterial abgestimmt sein, damit Scanner- und Prüfsysteme zuverlässig funktionieren.
Barcodes sind kostengünstig und weit verbreitet, benötigen jedoch eine hohe Druckqualität. QR-Codes bieten mehr Datentiefe bei ähnlichen Anforderungen. RFID ermöglicht kontaktloses Lesen und hohe Automatisierung, ist jedoch teurer und stärker vom Verpackungsmaterial abhängig. Die Wahl hängt von Volumen, Prozessgeschwindigkeit und Budget ab.
Direktdruck ist schnell, kosteneffizient und gut automatisierbar, reagiert jedoch sensibel auf Material und Umgebungseinflüsse. Etiketten sind flexibler und oft besser lesbar, bringen aber zusätzliche Prozessschritte und potenzielle Fehlerquellen mit sich. Für stabile Automatisierung ist eine klare Entscheidung notwendig.
Pick-and-Place-Robotik, Fördertechnik, kamerabasierte Prüfungen sowie Etikettier- und Palettiersysteme sind stark von Verpackungsform, -gewicht und -stabilität abhängig. Je einheitlicher die Verpackung, desto höher und wirtschaftlicher ist der mögliche Automatisierungsgrad.
Für kKMU sind modulare und teilautomatisierte Lösungen besonders geeignet. Dazu zählen halbautomatische Etikettierer, einfache MHD-Drucksysteme, Barcode-Scanner und kamerabasierte Prüfungen. In Kombination mit standardisierten Verpackungen lassen sich damit schnell Effizienzgewinne erzielen.
Qualitätsabweichungen führen häufig zu Scanfehlern, Störungen in der Fördertechnik oder Greifproblemen bei Robotern. Ursachen sind oft schwankende Lieferantenqualität oder fehlende Spezifikationen. Diese Probleme lassen sich durch klare Verpackungsstandards und regelmäßige Qualitätskontrollen vermeiden.
Automatisierung sollte schrittweise erfolgen und sich an bestehenden Verpackungen und Prozessen orientieren. Statt großer Komplettlösungen sind gezielte Maßnahmen sinnvoll, die manuelle Fehler reduzieren, Prozesse stabilisieren und mit dem Unternehmen mitwachsen können.